Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um Olivenöl und Oliven


Der Unterschied zwischen Olivenöl und Bio-Olivenöl

Formal bedeutet dies zunächst, dass Bio-Olivenöl nach den Vorgaben der EU-Bio-Verordnung hergestellt werden muss. Das heisst, dass alle Produkte, die zur Herstellung auf dem Acker verwendet werden, ebenfalls als "Bio" zertifiziert sein müssen. Praktisch bedeutet dies u.a. dass zur Insektenbekämpfung keine Pesdizide verwendet werden dürfen. Ebenso wenig dürfen chemische Dünger benutzt werden. Als Daumenregel kann angeben, dass als "Bio" deklarierte Flächen in etwa je nach Jahrgang zwischen 30% und 50% weniger Ertrag abwerfen, als ein konventionell angebauter Acker.

Was darf Olivenöl kosten? Wo kommen die Unterschiede her?

Herkunft

Bei der Herstellung gibt es zwei wesentliche Kostentreiber. Zum einen der Anbau und Ernte. Wenn die Felder weitläufig sind und Sie über große Flächen verfügen können Sie mit relativ geringem Zeit- und Personalaufwand durch Maschinen Ihre Felder bearbeiten. Haben Sie hingegen kleine, hügelige Äcker, die schwer zugänglich sind, müssen Sie sehr personalintensiv und damit teuer bewirtschaften. Daher kann am generell auch nicht annehmen, dass teure Öle automtisch besser sein müsen, als günstige. Die Infrastruktur ist ganz entscheidend. Mit Ausnahmen kann man grundsätzlich sagen, dass die Anbauflächen in Spanien und Nordafrika eher maschinell bewirtschaftet werden können, während die in Italien, Griechanland und der Türkei häufig kleiner strukturiert sind. Der zweite wesentliche Kostentreiber sind die "Nebenkosten" der Vermarktung. Wenn Sie eine Flasche Olivenöl kaufen, kaufen Sie nicht nur das Öl. Sie kaufen nebenbei Verpackungen, Logistik, Lagerung, Transport und viele weitere Produkte und Diensteistungen. Ein kleiner Hersteller mit wenig Absatz wird für all das viel mehr zahlen müssen, als ein großer Hersteller. Deswegen kann man auch hier nicht sagen, dass ein kleiner Hersteller automatisch bessere Qualität bietet, als ein großer.

Wo und wie wird Olivenöl hergestellt?

In allen Ländern, die an das Mittelmeer angrenzen. Darüberhinaus gibt es auch in Nord- und Südamerika Oliven, z.B. in Argentinien. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, schauen Sie sich unsere Seite Herkunft und Ernte an.

Woran erkennt man gutes Olivenöl?

Nichts ist leichter als das. Zunächst kaufen Sie sich eine Flasche, anschließend laden Sie sich die EU-Olivenölverordnung im Internet runter, lassen die den Inhalt und das Etikett der Flasche gegen alle Parameter (etwa 40) dieser Verordung in einem von der EU akkreditierten Labor testen und wissen anschließend, ob es gut ist oder nicht. Oder noch einfacher: Von aussen ist es nicht zu erkennen, Sie müssen es probieren. Wenn es Ihnen schmeckt, ist es gut.

Welche Sorten Oliven gibt es?

In jedem Land, in dem Oliven angebaut werden, gibt es unzählige Sorten. Als relativ bekannte Verteter gibt es in Griechenland z.B. die Koroneiki Olive, in Spanien die Picual Olive. Geschmacklich können diese z.T. sehr stark variieren. Ganz grundsätzlich und mit diversen Ausnahmen versehen, kann man sagen, dass je weiter man östlich Richtung Griechenland und Türkei geht, sich im Regelfall mildere und weniger bittere Öle finden.

Kann Olivenöl verderben?

Es ist praktisch immer genießbar. Die Hersteller garantieren jedoch nur die auf dem Etikett zugesagten Eigenschaften bis zu dem Mindesthaltbarkeitsdatum. Sie können das Öl grundsätzlich auch darüber hinaus konsumieren.

Haben Sie sonst noch Fragen zum Thema Olivenöl? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!